Alkohol

Alkohol ein Thema hinter vorgehaltener Hand?

Zunächst einmal die Entwarnung für alle Alkoholiker: Was sie regelmäßig tun ist OK. Ihr Körper ist daran gewöhnt und ihre Marcumardosis ist von vorn herein an diese relgemässige Aufnahme angepasst. Jeder Mensch ist einmalig und einzigartig und so hat jeder Mensch seine spezifische Marcumardosis.

Schwieriger ist es für die Nicht-regelmässig-Trinkenden. Man muss nicht Quartalsäufer sein um einmal auf einer Party so richtig zu versacken.  Die Antwort auf diese Frage, was passiert dann, können Sie nur selbst beantworten und zwar in dem sie entweder selbst am nächsten Morgen messen (wenn sie Selbstmesser sind) oder aber ihren Arzt aufsuchen und um eine Blutuntersuchung bitten. Falls das Ergebnis ihren Arzt zu Besorgnis veranlasst, dann trösten sie ihn damit, dass dieser Ausrutscher einmalig war und  keine Therapieanpassung benötigt. Gleichen sie die INR-Abweichung am Besten durch entsprechende Ernährung aus (siehe in Ernährungsrubrik)wenn es nicht gar so viel ist. Alkohol kann wie jedes andere nicht regelmässig aufgenommene Nahrungsmittel zu einer INR Abweichung führen und zwar sowohl nach oben als auch nach unten.

Sie sollten es einmal ausprobieren, damit sie wissen, WIE Alkohol  bei ihnen wirkt. Dann können sie beruhigt trinken und wissen, was sie vorher oder nachher tun müssen. So wie die meißten Leute wissen, dass sie vor dem Alkoholgenuss eine ordentliche Grundlage brauchen, so werden sie aus ihrer Erfahrung wissen, was sie vorher oder nachher essen sollten. Die Korrektur durch Essen ist in den meissten Fällen die schnellere und einfachere Korrektur, weil alle Nahrung in 12 Stunden durch den Körper geht und alle Stoffe aufgenommen werden. Es ist auch die sanftere Methode. Sie greift nicht so hart in den Organismus ein, wie Medikamente dies tun. Diese sollten auf akute- und Not- Situationen beschränkt bleiben. Ob man durch Dosisreduzierung sein Ziel erreicht, hängt davon ab wie hoch die Tages- bzw. Wochendosis ist und wie gut man damit umgehen kann. Es ist im Grunde wie mit allen Medikamenten. Wir nehmen ja auch Kopfschmerztabletten nur wenn wir Kopfschmerzen haben. Das haben wir alle im Leben irgendwann gelernt und es ist uns garnicht bewusst wann. So geht das mit Marcumar auch. Irgendwann wissen wir automatisch wie wir uns als Patient mit Gerinnungshemmern zu verhalten haben. Als Selbstmesser haben sie eine optimale Möglichkeit in ihrem therapeutischen Zielbereich zu sein. Die Ergebnisse sind so gut, dass die Konkurrenz sie in ihre Statistiken nicht einrechnet.