INR oder Quick

INR oder Quick Wert – ist das nicht egal?   Nein ist es nicht !

In manchen Kliniken wird noch ausschließlich mit Quick-Werten gearbeitet und die Begründung lautet:
„In einer großen Klinik macht das durchaus Sinn, weil wir immer mit dem gleichen Labor arbeiten und deshalb keine schwankenden Werte haben“.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit, denn die Ärzte wollen hier einfach nicht von der Gewohnheit abgehen. Für die Patienten ist dies aber kompliziert, denn die Werte laufen dann umgekehrt, was bei Quick oben ist – ist bei INR unten. Patienten müssen aber ihre Werte verstehen und damit umgehen. Ja, selbst der Hausarzt hat mit dem Quick-Wert aus der Klinik keinen aussagefähigen Wert, sondern muss diesen erst wieder durch eine Blutuntersuchung in dem von ihm genutzten Labor bestimmen lassen.

Die Apparate zur Selbstmessung können diese Werte zwar umrechnen, aber es besteht dann auch hier eine Schwankung, denn der Apparat nimmt zur Berechnung einen Mittelwert.

Und falls Sie ins Ausland reisen: Dort kann niemand mit ihrem Quick etwas anfangen, denn international werden nur INR Werte verwendet. Bei einem Unfall kann es wichtig sein, dem Arzt den INR Wert nennen zu können.

Denken Sie bei Reisen ins Ausland immer daran – einen Internationalen Marcumar-Ausweis an schnell auffindbarer Stelle bei sich zu tragen.  In Deutschland genügt die Notfall-Karte. Es gibt auch Anhänger für Halsketten und Armbänder, die  aber oft übersehen werden. Karten am Band/Schnur um den Hals oder im Geldbeutel sind OK.

Wir empfehlen Ihnen ganz besonders am Anfang die INR Tabelle zu nutzen. Auge und Gehirn nehmen das Kurvenbild schneller auf als eine Zahlenreihe. Machen Sie sich unten Pfeile mit Notizen was einen Werteausreißer verursacht hat. Sie können dann immer mal zurückschauen, wie sich Ihre Werte entwickelt haben. Ein Blick auf das Blatt – und Sie wissen wie es in den letzten Wochen gelaufen ist.