was ist das?

Mit Antikoagulation wird die Wirkung von Marcumar und vergleichbaren Präparaten bezeichnet. Unser Blut gerinnt, wenn wir uns schneiden nach kurzer Zeit. Das geronnene Blut trocknet und wird zu Schorf, welches die Wunde schützt  bis sich neues Gewebe und Haut unter der Schorfschicht gebildet hat. Es gibt aber auch andere Gründe, weshalb das Blut, diese eigentlich zum Schutz dienende Funktion auslöst. Dann schwimmen kleine Klümpchen (Thrombus)  in unserer Blutbahn, die auf ihrem Weg durch den Körper an eine enge Gefäßstelle anlangen können, wo sie dann einen Verschluß hervorrufen. Das Ergebnis kann eine Thrombose oder gar ein Hirninfarkt (Schlaganfall) sein. In dem wir mit Marcumar den Blutklebstoff verändern - also antikoagulieren, vermindern wir die Möglichkeit der Thrombenbildung und zwar je nach Dosierung des Medikamentes. Antikoagulation ist also eine Gerinnungshemmung. Zu den Gerinnungshemmern gehören die Cumarine, das Heparin und auch Aspirin. Diese Gerinnungshemmer wirken auf unterschiedliche Weise und ihre Beeinflussung durch Dosierung ist ebenfalls unterschiedlich.

Im August 2011 wurde das erste der Neuen Gerinnungshemmer nämlich Pradaxa zur Vorbeugung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern in Deutschland zugelassen. Diese Medikamente wirken auf einem unterschiedlichen Weg. Inzwischen gibt 5-6 neue sogenannte DOAK's (direkte Antikoagulantien) . Alle diese Medikamente greifen in den Prozess der Blutgerinnung ein, aber an unterchiedlichen Punkten der sogenannten Kaskade. Ausführlich darüber berichtet Frau Dr. Dodos in ihrem Vortrag, den Sie auf youtube ansehen können.

Der Vortrag von Frau Seimel "Das ABC der Blutgerinnung", sowie der Vortrag von Frau Dr. Dodos und die Podiumsdiskussion anlässlich unseres Jubiläums ist ebenfalls auf unseren Seiten hier veröffentlicht.