vorbeugen?

Wie kann ich vorbeugen?

Ja, man kann. In dem man z.B. seinen Antikoagulations-Ausweis in der Geldbörse hat. Blutungsgefährdeter Patient steht in dicken Buchstaben darauf. Es gibt solche mit einer Liste, in der man die aktuellen INR Werte einträgt. Wenn sie auf Reisen im Ausland sind, sollten sie auf jeden Fall den grauen internationalen Antikoagulationsausweis bei sich haben.

Wenn sie nach einem Unfall noch sprechen können, sagen sie allen Menschen sofort, dass sie Marcumar Patient sind. Denn vieleicht können sie es nicht mehr, wenn der Unfallwagen eintrifft. Aber dann kann es der Andere noch. 

Es gibt auch Anhänger und Armbänder mit Marcumaraufschrift. Sie können sich auch selbst etwas anfertigen. Eine Patientin berichtete, dass sie einen Marcumar-Ausweis neben ihr Lenkrad klebt. Seien sie kreativ! Wichtig, ja vielleicht einmal lebenswichtig kann es sein, dass die Nachricht rechtzeitig beim Lebensretter ankommt. Wie auch immer! Machen sie sich dies immer wieder klar. So geht diese Nachricht ins Unterbewusstsein und kommt im Bedarfsfall als erstes an die Bewusstseinsoberfläche. 

Lassen Sie jährlich Ihre Nierenfunktion prüfen und wenn diese eingeschränkt ist (was bei älteren Patienten häufig vorkommt) dann denken Sie daran - es immer und überall: Fachärzten und in Krankenhäusern. Bei einigen der DOAKs ist es sinnvoll die Nierenfunktion vierteljährlich kontrollieren zu lassen.

Lassen Sie nicht zu wenn man Ihnen intramuskulär Injektionen geben will. Vorsicht bei örtlichen Betäubungenz.B. beim Zahnarzt. Das gilt auch bei DOAK Therapie !

Vorsicht beim Augenarzt - Herzpatienten die Gerinnungshemmer einnehmen reagieren oft kritisch bei Augentropfen zur Erweiterung der Pupillen. Auch für DOAK Patienten.

Die Patienten in DOAK Therapie tun gut daran, die entsprechenden Ausweiskärtchen etc. gut sichbar bei sich zu haben, damit im Notfall die Ärzte sofort ersehen können, dass Sie antikoaguliert sind.